Maggie und Ihr Neffe haben heute einen besonderen Ausflug geplant. Ein kleines Dankeschön für meinen Einsatz in den letzten Wochen. Auch wenn alles nicht so ganz schick geworden ist, habe ich das Gefühl, Maggie ist zufrieden mit der Veränderung, der neuen Frische, die ins Haus eingezogen ist.

Die beiden haben erstmal ein Geheimnis daraus gemacht, wohin sie mich führen würden. Wir waren früh auf, haben richtig gut gefrühstückt, Maggie meinte nur, wird ein langer Tag. Mal wieder fuhr unser Underground nicht, wir nahmen den Ersatzverkehr und bewegten uns Richtung Paddington.

Der Bahnhof gehört zu den bekanntesten der Stadt und ist nicht nur ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, sondern auch ein echtes Stück Londoner Geschichte. Schon beim ersten Blick merkt man: Das hier ist kein gewöhnlicher Bahnhof. Vielen ist der Bahnhof sicherlich auch ein Begriff durch den Paddington Bären. Denn spätestens dadurch ist der Bahnhof auch weit über Großbritannien hinaus bekannt geworden.

Paddington verbindet auf praktische Weise Fernzüge, die Underground und die Elizabeth line. Für Reisende ist er also ein idealer Ausgangspunkt, um London und das Umland zu entdecken. Aber auch wer nicht direkt weitermuss, sollte einen kurzen Stopp einplanen.

Besonders spannend ist die Mischung aus historischer Architektur und modernem Reiseverkehr. Die große Halle wirkt beeindruckend und erinnert daran, wie stark die Eisenbahn London geprägt hat. Gleichzeitig ist der Bahnhof heute lebendig, geschäftig und mitten im Alltag der Stadt angekommen.

Hier nun offenbarte sich für mich das heutige Reiseziel, es ging nach Windsor. Windsor ist eine charmante Stadt westlich von London, die vor allem für eines berühmt ist: Windsor Castle. Das Schloss gehört zu den bekanntesten königlichen Residenzen Großbritanniens und gilt als das größte bewohnte Schloss der Welt. Es ist seit fast eintausend Jahren bewohnt und wurde ursprünglich von William dem Eroberer als befestigte Anlage angelegt. Heute ist Windsor Castle nicht nur ein historisches Wahrzeichen, sondern auch ein funktionierender Königspalast. Es wird für offizielle Anlässe, Empfänge und Audienzen genutzt; außerdem befinden sich im Round Tower die Royal Archives.

Für Besucher ist Windsor besonders reizvoll, weil die Stadt selbst sehr hübsch ist: gemütlich, ordentlich, ein bisschen königlich — und perfekt für einen Tagesausflug.

Das Wetter war heute zwar stabil, kein Regen aber doch etwas kühl mitunter. Nach unserer Ankunft wollte Maggie erstmal zu den historischen Bussen auf den Parkplatz des Bahnhofs. Zwar ist der Ort und das Schloss in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen, aber dennoch werden Fahrten mit diesen tollen Bussen angeboten. Wir hatten zwar keine Fahrt vor, aber in Maggies Familie gibt es jemanden, der ein Fan von historischen Bahnen und Bussen ist. Das ein oder andere Foto wollte sie deswegen teilen.

Wie erwähnt, waren wir in wenigen Minuten am Schloss, 36 £ Eintritt, das ist zwar ein stolzer Preis, aber man hat dafür ein Jahresticket und kann wiederkommen.  Eigentlich sind die Karten nicht übertragbar, aber ich denke nicht, dass das wirklich kontrolliert wird 😉

Beeindruckende Schlossanlage, leider sind in den Räumlichkeiten innen keine Fotos erlaubt. Unter vielen Exponaten in der Ausstellung, ist mir besonders auch Queen Mary’s Doll House in Erinnerung geblieben. Ein überdimensionales Puppenhaus. So detailreich, Wahnsinn.

Die vielen Museumsshops haben echt tolle Sachen, ich entschied mich für ein paar Gläser Marmelade aus dem Garten Windsor, ein abgefahrenes Mitbringsel, fand ich jedenfalls.

Nach stundenlangem Spaziergang machten wir uns auf den Rückweg, aber einen Abstecher nach Greenwich machten wir noch. Rund um die Multifunktionsarena O2 World hat sich ein gigantisches Einkaufszentrum gebildet mit zahlreichen Shops, Bars und Restaurants.

Wir waren hungrig und irgendwie zog es mich zu GDK – German Doner Kebab, So saßen wir da und es mutete etwas merkwürdig an, weil ich die Kette aus Deutschland, speziell aus Berlin gar nicht kenne. So fand ich heraus, dass es sich um eine 2023 gegründete Fastfood Kette aus Dubai handelt. Verrückt, was sich einige ausdenken. Der Döner war allerdings richtig lecker. Naja, so endete der Tag und am Dienstag würde ich wieder zurückfliegen. Wo waren nur die drei Wochen geblieben.


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