Am heutigen Tag starteten wir in die Stadt, nicht mit einer großen Mission, sondern mit dem einfachen Wunsch, nach festlicher Stimmung. Wir wollten einkaufen, etwas Besonderes finden und zwischendurch kurz durchatmen, während die Straßen im Laufe des Nachmittags langsam in Lichter getaucht wurden. Maggie hatte den Wunsch für gute Freunde in London etwas aus Berlin mitzubringen. Gute Schokolade ist da immer eine gute Idee! 😉

Das Schokoladenhaus Rausch am Gedarmenmarkt

Wir stehen vor dem Schokoladenhaus Rausch am Gendarmenmarkt, für Liebhaber feinster Schokolade ein Muss, wenn man in Berlin ist. Seit Jahrzehnten verführt Rausch mit feinsten Kreationen und handwerklicher Hingabe, die man nicht nur schmecken, sondern auch sehen kann. Irgendjemand hat mal gesagt, mehr Schokolade bedeute weniger Gründe zum Weinen, naja 😉

Zum Staunen sind immer wieder die vielen Nachbildungen Berliner Sehenswürdigkeiten, die im Ladenraum ausgestellt sind, das große Brandenburger Tor aus purer Schokolade im hinteren Teil des Ladens sticht besonders ins Auge. Und ja, man kann viel Geld ausgeben für Schokolade. Da wir Rausch aber glücklicherweise schon seit vielen Jahren kennen, haben wir uns mittlerweile ganz gut im Griff. Nachdem wir unsere sorgfältig ausgewählte süße Fracht an Kleinigkeiten zusammengetragen und gezahlt hatten, zogen wir letztlich weiter.

Der Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt

Der Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte ist ein sehr historischer Platz, dieser Teil Berlins ist zwar architektonisch sehr schön, keine Frage, wirkt aber auch schnell sehr Schickimicki! Das überträgt sich dann auch auf einen der wohl bekanntesten Weihnachtsmärkte der Stadt. Der scheint mehr was für Feinschmecker und Kundschaft mit gehobeneren Ansprüchen. Käthe Wohlfahrt, unbestritten außergewöhnliche Handwerkskunst, kann sich aber halt auch nicht jeder leisten. So sprach uns dieser Markt atmosphärisch auch nicht wirklich an und so liefen wir ihn mehr oder weniger nur ab.

Als wir vom U-Bahnhof Sophie-Charlotte-Straße die wunderschöne Schlossstraße Richtung Schloss liefen, wirkte es schon von weitem wie eine Einladung, eine Einladung in die Weihnachtszeit. Der Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg verwandelt die Umgebung in eine stille, glitzernde Märchenlandschaft. Zwischen der historischen Kulisse hüllen Lichterketten die Wege in warmes Gold, während der Duft von Tannennadeln, Zimt und gebrannten Mandeln durch die Luft zieht. Gläserklirren, leise Musik im Hintergrund und das beruhigende Knistern von Feuer geben dem Ort eine wunderbare Wärme. Es ist kein lauter Trubel, sondern eine beruhigende, würdige Atmosphäre – ideal, um innezuhalten, durch die Stände zu schlendern und kleine, feine Dinge zu entdecken. Perfekt für „Normalos“ wie wir, so fanden Maggie und ich noch das ein oder andere Mitbringsel und Weihnachtsgeschenk. Obligatorisch für mich persönlich ist eine leckere Bratwurst vom Holzkohlegrill und Maggie konnte auch nicht widerstehen, bevor wir uns schließlich auf den Heimweg begaben.

Die Atmosphäre des Weihnachtsmartes am Schloss ist wirklich nachhaltig beeindruckend, absolut einen Besuch wert.


2 Antworten zu „Von feinster Schokolade zu glitzernden Lichtern“

  1. Avatar von Nicole
    Nicole

    Sehr schön beschrieben.
    Ich habe das Gefühl, dass ich dabei war.

    1. Avatar von Micha
      Micha

      Liebe Nicole, herzlichen Dank!

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