An einem wunderschönen sonnigen Tag machten Micha und ich uns auf den Weg zur Pfaueninsel. Das Wetter war so herrlich, dass ich unser Schattenbild spontan mit einem Foto festhalten musste. 🥰

Mit dem historischen Bus am Messedamm wollten wir zur Pfaueninsel fahren, um ein kleines Stück Vergangenheit zu erleben. Doch statt des angekündigten Oldtimers kam ein ganz gewöhnlicher Linienbus. Auf unsere Nachfrage erklärte uns der Busfahrer, dass der historische Bus nicht immer im Einsatz sei. Also, liebe Leute: Verlasst euch lieber nicht blind auf das, was auf den jeweiligen Webseiten angekündigt wird. 😊

Mit der Fähre übersetzen zur Pfaueninsel
Um auf die Pfaueninsel zu gelangen, muss man mit der Fähre übersetzen. Wir genossen die frische Brise und die Ruhe der Natur. Da Micha diesen Ausflug im Voraus geplant hatte, waren wir tatsächlich mit die ersten Besucher auf der Insel. So hatten wir viel Zeit, alles in Ruhe zu erkunden, bevor wir das kleine Schloss besuchten. Um Enttäuschungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Eintrittskarte direkt bei der Ankunft im Museumsshop zu kaufen, da immer nur eine geringe Anzahl an Besuchern pro Zeitfenster zugelassen sind. Die einzelnen Zeitfenster sind somit manchmal ziemlich schnell ausgebucht.

Das Schloss Pfaueninsel
Die Dame, die uns durch das Schloss führte, erklärte jedes Detail sehr ausführlich. Uns wurde erlaubt, uns frei zu bewegen – mit der ausdrücklichen Bitte, darauf zu achten, dass unsere Schuhe auf dem Boden nicht quietschen. Ich musste schmunzeln, denn ich fand diese Bitte irgendwie amüsant. Kaum hatte sich die Gruppe aufgelöst, hörte ich auch schon das unverkennbare Quietschen eines Besuchers, der unbekümmert weiterlief, als sei nichts gewesen. Dass sein Quietschen laut durch das Schloss hallte, schien er überhaupt nicht zu bemerken. Meine rege Fantasie ließ mich sofort überlegen, wie es wohl im Kopf der Schlossführerin ausgesehen haben mag. 🤣






Nach der Schlossbesichtigung erkundeten wir weiter die Insel. Es gab verschiedene Vogelarten, wunderschöne Pflanzen, die Meierei, den Königin-Luise-Gedächtnistempel und angeblich auch Wasserbüffel – die wir zwar nicht sehen, dafür aber umso deutlicher riechen konnten. 😄




Bevor wir uns schließlich für den Heimweg entschieden, ereignete sich noch ein lustiger Vorfall. Micha meinte, dass wir vielleicht noch einmal das WC aufsuchen sollten, bevor die nächste Fähre anlegt. Ganz gemütlich machten wir uns auf den Weg – schließlich möchte man sich ja auch noch die Hände waschen. Da sahen wir plötzlich die bereits voll besetzte Fähre am Anleger liegen. 😮
Ich sagte zu Micha, dass ich lieber laufen sollte, da ich ja kurze Beine hätte. Nichtsahnend, dass wir nicht allein waren, hörte ich hinter uns eine Frau, die ebenfalls mit ihrer Tochter loslief. Als ich die Situation bemerkte, musste ich lachen – und die Frau lachte mit, sehr zur Verwunderung ihres Kindes. Dieses fragte nämlich seine Mama, warum sie und die Frau gelacht hätten, was ihr daraufhin auch erklärt wurde. Als wir schließlich aus dem WC kamen, hatte sich bereits eine ordentliche Warteschlange gebildet.
Da Micha die Hinfahrt zur Pfaueninsel organisiert hatte, übernahm ich die Planung für den Rückweg. Eine Freundin aus alten Schultagen besitzt ein Boot, sodass wir eine sehr angenehme Rückfahrt genießen konnten. Wir sahen zahlreiche Segler und Ruderer und ließen die Eindrücke des Tages entspannt auf uns wirken.


Mit ein wenig Fantasie konnte man sich gut vorstellen, auf einer Mini-Yacht unterwegs zu sein, denn das Boot ist bestens ausgestattet. Meine Freundin erklärte mir, worauf man beim Bootfahren achten muss. Im Grunde ist es nicht viel anders als im Straßenverkehr – mit dem kleinen Unterschied, dass ein Fahrzeug auf der Straße stehen bleibt, wenn es anhält, während ein Boot auf dem Wasser einfach weitertreibt.


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