Ab nach London!

Ab nach London!

Die Ereignisse in den letzten Wochen haben sich ein wenig überschlagen, nach schwerer Krankheit verstarb mein Onkel Ende des vergangenen Monats. Ich hatte aber entschieden, dass ich dennoch meine geplante Reise zu Maggie nach London antreten werde. Heute ist es nun so weit, ich freue mich so sehr, ein Tapetenwechsel und das im wahrsten Sinn des Wortes. Denn ich hatte Maggie versprochen, ihr bei der Renovierung von Wohn- und Esszimmer zu helfen. Aber dazu später mehr.

In Berlin funktionierte mal alles reibungslos, Fahrt zum Flughafen, Sicherheitscheck, Passkontrolle alles entspannt. Ich war aber dennoch ein wenig nervös, denn ich wusste, dass in London in Teilen der öffentliche Nahverkehr bestreikt wird. Maggie hatte mir eine alternative Route mit verfügbaren Verkehrsmitteln ausgesucht, das klappte soweit auch ganz gut. Vom Flughafen Heathrow bis Tottenham Court Road ging es mit der Elisabeth Line auch glatt, nur dann strandete ich. Übrigens, nur mal so am Rande, wenn ihr London bereist, achtet auf die Routen, die Ihr zur Fortbewegung nutzt. Während eine Fahrt zu Maggie mit der Piccadilly Line ca. 8 £ kostet, legt man für eine Fahrt mit der Elisabeth Line, nur bis in die Innenstadt, locker mal 15,50 £ hin. Also vergleichen ist wichtig.

Dann stand ich da mit meinem Gepäck, der Bahnhof war überfüllt, die anvisierte Bahn, die mich weiterbringen sollte, fuhr nicht. Ich war wieder schön beladen, denn ich hatte einiges eingekauft für Maggie und ihre Familie. Dinge, die es in London nicht gibt oder deutlich teurer sind als in Berlin. Ich war schon ziemlich geschlaucht und schon in Berlin hatte ich mir gedacht, für den Fall der Fälle lade ich mir mal lieber die UBER App herunter und richte sie ein. Am Ende war das mein Glück, denn in wenigen Minuten war Bülent, mein UBER-Fahrer, vor Ort und Dank meiner ersten Fahrt mit UBER gab es auch einen ordentlichen Rabatt, richtig erschwinglich am Ende. Ja, ich habe UBER noch nie genutzt, denn eigentlich wollte ich immer die lokalen Taxigewerbe unterstützen, aber bei den Preisen mittlerweile, insbesondere in London, ist UBER eine unschlagbare Alternative.

Bülent war ein richtig sympathischer Kerl, wir kamen gleich ins Gespräch, gute Gelegenheit, denn mein Englisch bedarf deutlich mehr Praxis. Maggie in den Arm nehmen zu können, bedeutete mir so viel und nach einem tollen Essen bei Ihr ging ich dann auch ziemlich geschafft ins Bett.

Unwirklich, wieder hier zu sein, meine Gedanken kreisen um das erlebte. Immer wieder ertappte ich mich bei dem Gedanken, was ich wohl in meiner geplanten Trauerrede sagen würde. Die Beerdigung meines Onkels findet nach meiner Reise statt.


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