Wer Berlin-Kreuzberg mag, wird Camden Town lieben

Am heutigen Tag hatte Maggie einen weiteren Ausflug mit mir geplant und ich hatte erneut keine Ahnung, was mich erwarten würde. Ganz ehrlich, ich genieße es, mich einfach von Maggie durch London führen zu lassen, mir keine Gedanken darüber zu machen, was ich sehen möchte, sondern mir ihr London zeigen zu lassen.🥰

Auch in London, kann man ähnlich wie in Berlin, eine ganze Weile mit der Underground unterwegs sein, bis man sein Ziel erreicht. Ein Unterschied zu Berlin ist mir aber deutlich geworden, es gibt weniger „Verrückte“, man schaut zum Teil in ähnlich gelangweilte, gestresste Gesichter, aber es läuft doch alles etwas gesitteter ab, als in meiner Heimatstadt Berlin.

Nach ca. 30 bis 45 Minuten haben wir unser Ziel erreicht. Camden Town, schon als wir aus der Station kamen, ging mir das Herz auf, einfach mein Ding sowas, wirklich! Ich schaute die Straße entlang, musste das erstmal sacken lassen. Ein völlig bunter Bezirk, zwei- bis dreistöckige Häuser, ein kurioser Shop neben dem nächsten. Ich sage mal so, wer Kreuzberg mag, wird Camden Town lieben. Mir verschlug es ein wenig die Sprache und ich bin wirklich nicht so leicht zu beeindrucken. Es erinnerte mich an Williamsburg New York, wobei man ja sagen muss, dieser Teil von London ist dann eher das Original, nur ich habe es halt in umgekehrter Reihenfolge kennengelernt. Ein kurzes Fazit an dieser Stelle, das hier ist deutlich besser 😉

Was mich wirklich beeindruckt ist diese Vielfältigkeit, klar wiederholt sich das Angebot zum Teil, aber plötzlich steht man in einem Laden für Manga-/Anime-Spezialitäten, Inhouse Vergnügungsparks/Erlebniskonzepte, Second-Hand- und Vintage-Shops, Independent Art-/Zine-Läden oder sympathische Bastel- bzw. Maker-Läden. Wer Freunde mit besonderen Hobbies hat, der findet hier ganz bestimmt auch das ein oder andere Mitbringsel 😉

Es ist Frühling, das Wetter ist in diesen Tagen angenehm mild, ein toller Spaziergang und ich war froh, dass wir zu einer frühen Uhrzeit, nämlich zur Mittagszeit, hier aufgeschlagen sind, so war das Gewusel im Bezirk noch nicht so stark. Man konnte ganz in Ruhe den einen oder anderen Shop entdecken und stöbern😄 Das sollte sich ein wenig ändern, als wir dann Richtung Market schlenderten. 😮

Als wir durch Camden Market spazierten, lag eine Duftwolke aus unterschiedlichen Aromen in der Luft. Überall Stände mit Köstlichkeiten aus aller Welt und egal, wo wir vorbeikamen kamen, reichte man uns auf Spießen kleine Happen zum Probieren entgegen. Ich sagte zu Maggie nur, einmal durch den Markt und man ist pappsatt. Der „Döner“ hier aus Tintenfisch ist nur einer von vielen kulinarischen Spezialitäten. Man könnte sagen, Camden hat einen Mundvoll Überraschungen, ein tolles Erlebnis hier🥰

Am Ende unsers Ausflugs hierher gönnten wir uns noch ein paar Poffertjes, an dieser holländischen Köstlichkeit konnten wir einfach nicht vorbeigehen. Im Nachhinein muss ich gestehen, die Version mit der weißen Schokolade war schon extrem süß, also Vorsicht, wenn ihr es uns nachmachen wollt. Poffertjes gibt es ja immer mal wieder auch auf Jahrmärkten oder ähnlichen Festivals.

Auf dem Rückweg fing es dann doch noch ein wenig an zu regnen, ich ließ es mir aber nicht nehmen, noch ein paar Schnappschüsse zu machen. Ich war völlig k.o, mein Smartphone zählte am Ende des Tages irgendwas von 20.000 Schritten.😮

Kurz und knapp, wer in London ist und der eher alternativen, künstlerischen Szene zugetan ist, muss Camden Town besuchen.


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