Seit Tagen liegt nicht nur über Deutschland eine Hitzewelle, sondern auch in London bei meinem Schatz klettern die Temperaturen bis auf 35 °C und mehr. Ich bin ja eigentlich eher ein Sommertyp — ich schwitze lieber, als dass ich friere — aber selbst mir war das inzwischen ein bisschen too much.
Mein Schatz war zwar leider nicht in Berlin, aber gemeinsam mit meinem Freund Said, meiner Tante und ihrer Freundin Evi hatten wir uns für heute einen Ausflug vorgenommen: im Rahmen der Fête de la Musique. Für alle, die es nicht kennen: Das ist ein Festival, bei dem überall im öffentlichen Raum kostenlos Musik gemacht und gehört wird. Ursprünglich kommt die Idee aus Frankreich, inzwischen findet sie in vielen Ländern statt. Ziel ist es, Musik für alle zugänglich zu machen und gemeinsam den Sommeranfang zu feiern.

In den letzten Jahren war ich zu diesem schönen Anlass immer mal wieder unterwegs. Diesmal zog es uns in die Gartenwirtschaft SÜDEN, direkt am S-Bahnhof Priesterweg. Dort spielte heute die Band „Landschaftsschutzgebiet“, drei großartige Musiker, die Hits aus den letzten 60 Jahren auf die Bühne brachten.



Für mich war das besonders schön, denn mein Großcousin Harald sitzt seit Januar am Schlagzeug dieser Band. Harald habe ich erst durch die Krankheit und den Tod meines Onkels wiedergefunden. Ein ganz dufter Kerl, den ich sofort ins Herz geschlossen habe.
Ausgerechnet heute aber wurden heftige Gewitter angekündigt, und bei mir in Kreuzberg kam schon ordentlich was runter. Also waren wir uns erst mal unsicher: hingehen oder lieber doch nicht? Said und ich entschieden uns schließlich, einfach mal loszufahren und die Lage vor Ort zu checken. Meine Tante und ihre Freundin wollten wir dann informieren.
Und es war genau die richtige Entscheidung. Zwar gab es später noch ein paar kleine Schauer, aber bei Songs von den Stones über Michael Jackson bis hin zu Lady Gaga blieben die Tropfen fast nebensächlich. Dazu Apfelsaftschorle, Bier, Flammkuchen und Hirschbratwurst — was will man mehr?

Es wurde geschunkelt, getanzt und mitgesungen, wie es sich für ein Konzert zur Fête de la Musique gehört. Eine richtig tolle Atmosphäre — wir haben es sehr genossen!


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